Neben dem bereits eingeleiteten Ausbau des Geschäfts mit Vliesstoff-Fasern kündigt Lenzing die Neuausrichtung des Konzernbereichs Textilfasern an. Im Zuge dessen ist parallel zum laufenden Verkaufsprozess des indonesischen Viscosestandorts Purwakarta geplant, die Produktion in den Faserwerken im österreichischen Heiligenkreuz bis Ende 2026 sowie im englischen Grimsby bis Ende 2027 auslaufen zu lassen. Stattdessen wolle man sich auf die Kernstandorte einschließlich des heimischen Lenzing konzentrieren. Gleichzeitig soll es Investitionen in zusätzliche Produktionskapazitäten für Tencel Modalfasern, die auch in Heimtextilien Verwendung finden, sowohl in China als auch in Österreich geben.
Umsätze in Höhe von 370,4 Mio. CHF (398,3 Mio. EUR) bilanziert Forbo in der Sparte Flooring Systems im ersten Halbjahr 2026, gleichbedeutend mit einem leichten Rückgang von 1,2 %. In Lokalwährungen haben die Schweizer um 2,2 % zugelegt, wobei 2,0 % auf Preissteigerungen entfallen. Das EBIT des Konzernbereichs sank auf 33,7 Mio. CHF (-10,6 %).
Die Sonnhaus Deutschland GmbH wird im Zuge einer strategischen Neuausrichtung liquidiert. Dabei handelt es sich nach Angaben des Großhändlers ausdrücklich nicht um eine Insolvenz, sondern um eine kontrollierte Abwicklung. Die Geschäfte in Deutschland werden künftig von der österreichischen Sonnhaus-Zentrale in Wels geführt. Der Standort in Deutschland, der Vertrieb, Außendienst und Verkaufsinnendienst bleiben unverändert bestehen, ebenso die Betreuung der deutschen Kunden. Lediglich die Logistik wird in Wels gebündelt; das deutsche Lager wird geschlossen.
Nach 17 Jahren Tätigkeit für den Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB) geht Geschäftsführer Dr. Peter Wüst Ende 2026 in den Ruhestand. Bereits zum 1. September tritt Christian Haeser seine Nachfolge an. Gemeinsam werden beide die Übergangszeit für die Einarbeitung nutzen. Haeser wirke seit über 20 Jahren in Verbänden und verfüge über eine umfassende Expertise in den Bereichen Home & Living Handel, Europa, Recht, Möbel und Baustoffe, heißt es vom BHB.
Im Wochenrückblick vom 24. Juli 2026 geht es um die strategische Partnerschaft zwischen dem Fachhandelsring FHR und dem Möbel-Zentral-Einkauf MZE, die Neustrukturierung des Teppichbereichs auf der Heimtextil 2027 inklusive des neuen Premiumsegments Carpets & Rugs Excellence sowie aktuelle Zahlen von Victoria und Akzo Nobel. Außerdem gibt es einen Personalwechsel bei Anker zu vermelden.
Der Geschäftsbericht des britischen Bodenbelagsherstellers Victoria für 2025/26 (28. März) spricht von erheblichen operativen Fortschritten bei der Integration von Geschäftsbereichen, Maßnahmen zur Kostensenkung und der Inbetriebnahme effizienterer Anlagen. Dennoch blieben der Umsatz mit 1,05 Mrd. GBP (1,23 Mrd. EUR, -6,3 %) und das EBITDA mit 92,3 Mio. GBP (-18,8 %) unter den Werten des Vorjahres, der Verlust vor Steuern erhöhte sich von 11,5 auf 62,0 Mio. GBP.
Zum 1. Juli 2026 hat Rolf Buch den Verwaltungsratsvorsitz der DAW übernommen. Er folgt auf den früheren Vorstandsvorsitzenden der Metro Group Dr. Hans-Joachim Körber, dessen Amtszeit planmäßig mit der Übergabe endete. Von 2013 bis Ende 2025 war Buch Chief Executive Officer des Wohnungs-Konzerns Vonovia, zuvor bekleidete er verschiedene Führungspositionen bei Bertelsmann.
Seit 2024 hielt die DAW über ihre Großhandelsholding Agora bereits eine Mehrheitsbeteiligung am Großhändler Hamacher & Wexel mit Sitz in Euskirchen, jetzt hat sie die restlichen Geschäftsanteile von Michael Hamacher übernommen. Dieser ist aus der Geschäftsführung ausgeschieden, leitet aber weiterhin die Tochtergesellschaft Kunsmann in Wittlich. Hamacher & Wexel wird vom bisherigen weiteren Geschäftsführer Tobias Kniep geleitet, Prokura hat Thomas Sarras. Beide sind ein bewährtes Team: Sie führen in dieser Konstellation bereits den Großhändler Weicken & Schmidt, der ebenfalls zur CMS-Gruppe der DAW gehört.
Akzo Nobel meldet für die Konzernsparte Bautenfarben im ersten Halbjahr 2026 Umsätze von 2,01 Mrd. EUR (-5 %). Positiven Effekten aus Preissteigerungen in den Regionen EMEA und Südamerika sowie Mengenwachstum in Asien und Südamerika stehen dabei gesunkene Absatzmengen in EMEA und Sondereffekte wie die Aufgabe eines Geschäftsbereiches in Indien gegenüber. Das operative Ergebnis hat sich hingegen auf 238 Mio. EUR (+34 %) verbessert, auch weil Restrukturierungskosten aus dem Vorjahreszeitraum weggefallen sind.
Matthias Juckenath ist nicht mehr für Teppichbodenhersteller Anker tätig. Seine Aufgaben als Gesamtvertriebsleiter Deutschland hat Lars Engelke übernommen, der zu Jahresbeginn 2026 als Managing Director Operations Germany nach Düren gekommen ist.