Der britische Bodenbelagsgroßhändler Headlam bereitet eine Insolvenzverwaltung vor und hat am 1. September 2026 eine entsprechende Absichtserklärung abgegeben. Der Handel mit Aktien des Unternehmens wurde ausgesetzt. Die ergriffenen Maßnahmen zu Kostensenkung und Effizienzsteigerung hätten noch nicht den gewünschten Effekt gehabt, die liquiden Mittel seien aufgebraucht. Zudem würden unter den aktuell schwierigen Marktbedingungen Kreditauflagen verletzt, heißt es in einer Mitteilung.
Nun sollen die Gespräche mit den Stakeholdern intensiviert werden. Wenn sich die Situation binnen fünf Werktagen nicht verändert, werde man für die Holdinggesellschaft Headlam Group plc und voraussichtlich auch für die Tochter HFD Ltd. Insolvenzverwalter bestellen.
Headlam ist die Nr. 1 im britischen Bodenbelagsgroßhandel. Seit 2022 gehen die Umsätze aber zurück, in den vergangenen beiden Jahren wurden rote Zahlen geschrieben. Als Reaktion wurden die Strukturen auf dem heimischen Markt gestrafft, Immobilien verkauft und die Trennung von den Tochterfirmen in Frankreich und den Niederlanden eingeleitet. Es kürzlich wurde gemeldet, dass die Investmentgesellschaft SIL 2025 die niederländischen Geschäfte für 850.000 EUR übernommen hat. Nach Abzug aller Kosten blieben Headlam davon 170.000 EUR. Offenbar zu wenig, um zusammen mit andren Verkaufserlösen und Einsparungen die Verluste durch die anhaltend schwache Geschäftslage zu kompensieren.